Stand der Förderzahlen: Dieser Artikel rechnet mit den Förderrichtlinien vom 17. Juli 2026, die seit dem 21. Juli gelten. Wer seinen Antrag vorher gestellt hat, wird noch nach der alten Fassung beschieden. Was sich im Einzelnen geändert hat, steht im Ratgeber BEG-Reform 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Über zwanzig Jahre kostet Heizen mit Wärmepumpe rund 24.500 Euro, mit Gas rund 55.600 Euro, mit Öl rund 67.200 Euro. Der Abstand ist größer als die gesamte Investition.
- Schon heute heizt ein Einfamilienhaus mit Wärmepumpe rund 800 Euro im Jahr günstiger als mit Gas.
- Ob sich das für Ihr Haus rechnet, hängt an zwei Zahlen: der Wie viele Kilowattstunden Wärme eine Wärmepumpe übers Jahr aus einer Kilowattstunde Strom macht. Bei einer Jahresarbeitszahl von 3,5 werden aus 1 kWh Strom also 3,5 kWh Wärme. und Ihrem Stromtarif. Mit Wärmepumpentarif liegt die Schwelle bei etwa 2,0, mit normalem Haushaltsstrom erst bei etwa 3,0.
- Die schnellste Maßnahme ist nicht die Dämmung, sondern die Heizungsoptimierung: 650 bis 1.250 Euro, 5 bis 15 Prozent weniger Verbrauch, mit Förderung oft in unter zwei bis fünf Jahren bezahlt.
Drei Wege, wie sich eine Sanierung auszahlt
Eine energetische Sanierung wirkt auf drei Ebenen, und diese Seite nimmt sich die laufenden Kosten vor. Daneben stehen der Immobilienwert und der Wohnkomfort. Wer nur eine der drei Ebenen betrachtet, unterschätzt schnell, was die Sanierung unterm Strich bringt. Hier geht es um das Geld, das Sie Monat für Monat sparen.
Inhalt
- Was Sie heute fürs Heizen zahlen
- Warum die Wärmepumpe günstiger heizt
- Der CO₂-Preis, der Posten der jedes Jahr wächst
- Die Gesamtrechnung über 20 Jahre
- Womit anfangen: Maßnahmen nach Wirtschaftlichkeit
- Was die Förderung daraus macht
- Rechenbeispiel: Einfamilienhaus von 1968
- Ratingen, Kreis Mettmann und die Wärmeplanung
- Häufige Fragen
- Quellen & Standards
Was Sie heute fürs Heizen zahlen
Fangen wir mit dem Posten an, der jeden Monat schmerzt. Ein unsanierter Altbau aus den 60er- oder 70er-Jahren braucht oft 200 bis 280 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr, also einen Kilowattstunden je Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Die übliche Kennzahl, um Häuser unabhängig von ihrer Größe zu vergleichen. Ein Neubau liegt bei 40 bis 60. in dieser Größenordnung. Nach einer Vollsanierung auf Effizienzhaus-Niveau sind es eher 70 bis 85. Das ist rund zwei Drittel weniger Energie, und es steht direkt auf der Abrechnung.
Wie viel das in Euro ist, zeigt der Heizspiegel, den das Beratungsportal co2online zusammen mit dem Deutschen Mieterbund auswertet. Für ein Einfamilienhaus um 130 Quadratmeter sieht die Rechnung so aus:
| Heizung | Heizkosten 2025 (Prognose) |
|---|---|
| Heizöl | |
| Erdgas | |
| Fernwärme | |
| Holzpellets | |
| Wärmepumpe |
Der Abstand wächst gerade. Im gemessenen Jahr 2024 lagen die Werte noch bei 1.770 Euro für Gas und 1.195 Euro für die Wärmepumpe, macht 575 Euro Unterschied. Für 2025 rechnet co2online mit gut 15 Prozent Aufschlag bei Gas und nur 5 Prozent bei der Wärmepumpe. Damit sind es die genannten 805 Euro, und das ist der Stand, bevor eine einzige Wand gedämmt wurde.
| Heizung | 2024 gemessen | 2025 Prognose |
|---|---|---|
| Erdgas | 1.770 € | 2.070 € |
| Heizöl | 2.130 € | 2.180 € |
| Fernwärme | 1.975 € | 2.005 € |
| Holzpellets | 1.145 € | 1.455 € |
| Wärmepumpe | 1.195 € | 1.265 € |
Welches System zu welchem Haus passt, vergleicht der Ratgeber Heizsystem-Kaufberatung. Die Dämmung legt danach nach: Über ungedämmte Außenwände gehen laut co2online 20 bis 35 Prozent der Heizwärme verloren, über ein ungedämmtes Dach noch einmal 20 bis 30 Prozent.
Warum die Wärmepumpe günstiger heizt
Strom kostet je Kilowattstunde deutlich mehr als Gas. Trotzdem heizt die Wärmepumpe billiger, und der Grund steckt in einer einzigen Zahl. Eine Wärmepumpe verbrennt nichts, sie holt Wärme aus Luft oder Erdreich und hebt sie mit Strom auf Heiztemperatur. Aus einer Kilowattstunde Strom werden so mehrere Kilowattstunden Wärme. Wie viele genau, sagt die Jahresarbeitszahl.
Daraus ergibt sich der Was eine Kilowattstunde fertige Wärme kostet, nicht was der eingekaufte Brennstoff oder Strom kostet. Erst dieser Wert macht Heizsysteme wirklich vergleichbar., und der ist simpel: Strompreis geteilt durch Jahresarbeitszahl. Zum Vergleich kostet Gas als fertige Wärme rund 12,5 Cent je Kilowattstunde, wenn man den Kesselwirkungsgrad einrechnet.
Hier wird es interessant, denn die meisten Rechnungen übersehen den zweiten Hebel: Ihr Stromtarif. Haushaltsstrom kostet Anfang 2026 im Schnitt 37,2 Cent. Ein eigener Wärmepumpentarif liegt für Neukunden bei rund 20 bis 26 Cent. Das verschiebt die ganze Rechnung.
Zum Nachschlagen des eigenen Falls hilft die Tabelle. Sie zeigt, was eine Kilowattstunde Wärme kostet, je nachdem was Sie für Strom zahlen und was Ihre Anlage daraus macht:
| Jahresarbeitszahl | bei 22 ct/kWh Strom | bei 26 ct/kWh | bei 30 ct/kWh |
|---|---|---|---|
| 3,0 | 7,3 ct | 8,7 ct | 10,0 ct |
| 3,5 | 6,3 ct | 7,4 ct | 8,6 ct |
| 4,0 | 5,5 ct | 6,5 ct | 7,5 ct |
Was die Jahresarbeitszahl wirklich bestimmt
Lange galt die Faustregel, ein Altbau sei für die Wärmepumpe zu schlecht. Das Fraunhofer ISE hat diese Annahme geprüft und im November 2025 die Ergebnisse aus dem Projekt „Wärmepumpen-Qualitätssicherung im Bestand“ vorgelegt: 77 Anlagen in Ein- bis Dreifamilienhäusern, über vier Jahre vermessen. Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichten im Mittel eine Jahresarbeitszahl von 3,4, die Spanne reicht von 2,6 bis 4,9. Erdwärmeanlagen kamen im Mittel auf 4,3 bei einer Spanne von 3,6 bis 5,4.
Der für Sie wichtigste Satz aus dieser Studie ist ein anderer: Eine Korrelation zwischen dem Baujahr der Gebäude und der Effizienz der Anlagen ließ sich nicht feststellen. Das Alter Ihres Hauses sagt also wenig darüber aus, ob sich eine Wärmepumpe rechnet. Was zählt, ist die Die Temperatur, mit der das Heizwasser zu den Heizkörpern läuft. Je niedriger sie sein darf, desto effizienter arbeitet eine Wärmepumpe. Große Heizflächen kommen mit weniger aus., die Ihre Heizflächen brauchen. Und viele Altbauten haben großzügig dimensionierte Heizkörper, die mit erstaunlich wenig auskommen.
| System | Vorlauf 55 °C | Vorlauf 45 °C | Vorlauf 35 °C |
|---|---|---|---|
| Wärmepumpe Luft/Wasser | 2,6 bis 3,1 | 3,2 bis 3,8 | 3,8 bis 4,5 |
| Wärmepumpe Sole/Erdwärme | 3,4 bis 3,9 | 4,0 bis 4,5 | 4,5 bis 5,2 |
Deshalb gehören Dämmung und Heizungstausch zusammen geplant. Jedes Grad weniger Vorlauftemperatur zahlt direkt auf die Jahresarbeitszahl ein. Ob Ihre vorhandenen Heizkörper reichen oder einzelne getauscht werden müssen, klärt eine Heizlastberechnung vor der Investition, nicht danach. Genau das macht der Wärmepumpen-Check.
Der übersehene Hebel beim Netzentgelt
Seit Anfang 2024 müssen Netzbetreiber steuerbare Verbraucher wie Wärmepumpen ans Netz lassen, und im Gegenzug gibt es Rabatt auf das Der Anteil am Strompreis, den Sie für die Nutzung der Leitungen zahlen. Er macht rund ein Viertel des Preises aus. Für steuerbare Verbraucher wie Wärmepumpen gibt es darauf Rabatte nach Paragraf 14a EnWG.. Seit April 2025 stehen dafür drei Module zur Wahl, und der Unterschied zwischen ihnen ist barer als vielen bewusst ist:
| Modul | Was es bedeutet | Ersparnis pro Jahr |
|---|---|---|
| Modul 1 | Pauschaler Abschlag, greift automatisch | 110 bis 190 € |
| Modul 2 | 60 % Rabatt auf den Arbeitspreis, eigener Zähler nötig | 350 bis 500 € |
| Modul 3 | Zeitvariabel, nur zusätzlich zu Modul 1 wählbar | 50 bis 250 € obendrauf |
Die Spannen hängen vom Netzbetreiber ab. Für ein Haus im Kreis Mettmann lohnt sich der Blick auf Modul 2, sobald der Wärmepumpenstrom über einen eigenen Zähler läuft. Zusammen mit einem echten Wärmepumpentarif ist das der Unterschied zwischen der oberen und der unteren Kurve im Diagramm oben, und er kostet Sie nichts außer einem Vertragswechsel.
Der CO₂-Preis, der Posten der jedes Jahr wächst
Ein Posten kippt die Rechnung in den kommenden Jahren weiter zugunsten der Sanierung: der Abgabe auf fossile Brennstoffe nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz. Sie wird beim Inverkehrbringen fällig und ist im Gas- und Ölpreis bereits eingerechnet, sie erscheint nicht als eigener Posten auf Ihrer Rechnung. auf Gas und Öl. 2026 liegt er in einem gesetzlich festgelegten Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne. Für ein Einfamilienhaus mit 20.000 Kilowattstunden Gasverbrauch sind das rund 240 bis 310 Euro im Jahr, bei Öl rund 310 bis 410 Euro.
Ein Missverständnis vorweg, weil es häufig zu falschen Rechnungen führt: Dieser Betrag kommt nicht obendrauf. Er steckt bereits in dem Gaspreis, den Sie zahlen, und damit auch in den Heizkosten weiter oben. Sie dürfen ihn also nicht addieren. Interessant ist er trotzdem, denn er ist der eine Bestandteil Ihres Gaspreises, der politisch gewollt und planbar steigt. Wer auf eine Wärmepumpe wechselt, nimmt diesen wachsenden Anteil dauerhaft aus seiner Kostenstruktur heraus.
Ab dem 1. Januar 2028 wandert die Bepreisung in den europäischen Emissionshandel Der europäische Emissionshandel für Gebäude und Verkehr. Ab 2028 löst er den nationalen CO₂-Preis ab. Dann bildet sich der Preis am Markt statt in einem gesetzlichen Korridor.. Ursprünglich war 2027 geplant, im November 2025 hat die EU den Start um ein Jahr verschoben. Bis dahin gilt der nationale Preis weiter.
Wie hoch der Preis dann springt, ist offen, und hier lohnt Genauigkeit statt Alarmismus. Es gibt einen Dämpfungsmechanismus: Übersteigt der Durchschnittspreis zwei Monate in Folge 45 Euro je Tonne, gibt die Marktstabilitätsreserve bis zu 80 Millionen zusätzliche Zertifikate pro Jahr frei, insgesamt stehen bis zu 600 Millionen bereit. Eine harte Preisobergrenze ist das ausdrücklich nicht, der Mechanismus bremst nur. Für den Zeitraum bis 2030 nennen wissenschaftliche Szenarien Werte bis rund 275 Euro je Tonne, die Ariadne-Szenarien für 2045 zwischen 205 und 355 Euro. Sicher ist die Richtung, nicht die Zahl. Und die Richtung zeigt nach oben.
Die Gesamtrechnung über 20 Jahre
Einzelne Posten sind das eine, die Gesamtrechnung das andere. Eine Heizung wird einmal gekauft und dann zwanzig Jahre lang bezahlt. Wer nur auf den Anschaffungspreis schaut, entscheidet über den kleineren Teil der Summe. Deshalb rechnet man Alle Kosten über die Lebensdauer zusammengerechnet: Anschaffung abzüglich Förderung, plus Energie, Wartung und CO₂-Preis. Nicht nur der Kaufpreis..
co2online hat im Juni 2026 durchgerechnet, was ein durchschnittliches Einfamilienhaus in den zwanzig Jahren von 2026 bis 2045 fürs Heizen ausgibt. Eingepreist sind steigende CO₂-Preise, steigende Netzentgelte und die gesetzlich vorgesehenen Beimischungen von Biomethan, Wasserstoff und Bio-Heizöl:
| Heizung | Kosten über 20 Jahre |
|---|---|
| Ölheizung | |
| Gas mit Wasserstoff | |
| Gas mit Biomethan | |
| Erdgas | |
| Wärmepumpe |
Diese Größenordnung ist der Kern des Ganzen. Der Abstand von rund 31.000 Euro zwischen Wärmepumpe und Gas ist größer als das, was eine Wärmepumpe nach Förderung überhaupt kostet. Eine zweite, unabhängige Quelle stützt das: Das Fraunhofer ISE hat im Ariadne-Projekt die Vollkosten von Bestandsgebäuden über zwanzig Jahre gerechnet und kommt für ein Einfamilienhaus auf 40 bis 51 Euro je Quadratmeter und Jahr beim neuen Gaskessel gegenüber 30 bis 32 Euro bei der Luft-Wasser-Wärmepumpe. Die Studie ist in einem Punkt deutlich: „Für die Wirtschaftlichkeit der Heiztechnik im Bestand ist vor allem der zukünftige CO₂-Preis entscheidend.“
Wartung, der stille Posten
Ein Unterschied läuft dabei leicht unter dem Radar. Eine Wärmepumpe verbrennt nichts, also entfällt die Abgasmessung und der Schornsteinfeger kommt nicht mehr.
| Heizung | Wartung und Nebenkosten pro Jahr |
|---|---|
| Wärmepumpe | rund 140 € (kein Schornsteinfeger) |
| Gasheizung | rund 250 € (inklusive Schornsteinfeger rund 70 €) |
| Ölheizung | rund 160 € Wartung, dazu Schornsteinfeger und Tankprüfung |
Über zwanzig Jahre sind das rund 2.200 Euro Unterschied zwischen Wärmepumpe und Gas. Bei Öl kommen Tankreinigung und das im Tankinhalt gebundene Kapital dazu. Die Bandbreiten stammen von co2online und dem Vergleichsportal planville, Stand 2026.
Details für Experten: der Verlauf über 20 Jahre und was der Umbau kostet
Bis hierhin standen fremde Zahlen. Was jetzt folgt, ist meine eigene Modellrechnung, und deshalb liegen alle Annahmen offen. Drei Grafiken in der Reihenfolge, in der die Fragen im Gespräch aufkommen: Wie laufen die Betriebskosten über die Jahre auseinander, was kostet der Wärmeerzeuger, und was kostet der Umbau der Wärmeverteilung.
Grafik A: Wie die Betriebskosten auseinanderlaufen
Aufsummierte Betriebskosten, also Energie und Wartung, ohne Anschaffung und ohne Förderung. Bezugsfall ist ein Haus mit 10 Kilowatt Heizlast und 1.900 Vollbenutzungsstunden, das sind rund 19.000 Kilowattstunden Wärme im Jahr.
So lesen Sie Ihren eigenen Fall ab
Die linke Achse macht die Grafik übertragbar. Betriebskosten steigen ungefähr proportional zur Heizlast, deshalb gilt: Wert von der linken Achse mal Ihre Heizlast in Kilowatt. Bei 7 Kilowatt und einer Wärmepumpe mit Jahresarbeitszahl 4 lesen Sie nach 20 Jahren rund 2.790 Euro je Kilowatt ab, macht rund 19.500 Euro. Die rechte Achse ist dieselbe Skala für genau 10 Kilowatt.
Ein Detail zur Ehrlichkeit der Ableserei: Nur die Energiekosten skalieren mit der Heizlast, die Wartung fällt je Anlage an. Für kleinere Häuser liest man deshalb etwas zu günstig ab, im Beispiel rund 4 Prozent, exakt wären es 20.400 statt 19.500 Euro. Für eine Größenordnung reicht es, für ein Angebot nicht. Ihre Heizlast steht im Ergebnis einer Heizlastberechnung, nicht im Datenblatt der alten Anlage, und sie ist meist kleiner als vermutet. Der Wärmepumpen-Check ermittelt sie raumweise.
Annahmen hinter Grafik A
| Größe | Annahme |
|---|---|
| Bezugsfall | 10 kW Heizlast, 1.900 Vollbenutzungsstunden, 19.000 kWh Wärme im Jahr |
| Nutzungsgrade | Gas und Öl 90 %, Pellets 85 % |
| Preise 2026 | Gas 11,0 ct/kWh, Öl 13,5 ct/kWh (jeweils inklusive CO₂-Anteil), Pellets 7,5 ct/kWh, Wärmepumpentarif 24 ct/kWh |
| Wartung im Jahr | Gas und Öl 250 €, Pellets mit Warmwasser-Wärmepumpe 380 €, Wärmepumpe 140 € |
| CO₂-Preis | 65 €/t im Jahr 2026, linear auf 250 €/t im Jahr 2045. Mittleres Szenario innerhalb des Ariadne-Korridors von 205 bis 355 €/t |
| Emissionsfaktoren | Erdgas 0,201 kg/kWh, Heizöl 0,266 kg/kWh, Pellets 0,024 kg/kWh (Umweltbundesamt) |
| Beimischungsquote | Nach GModG ab 2029 10 %, 2030 15 %, 2035 30 %, 2040 60 %. Bio-Brennstoff mit dem 2,2-fachen Preis, dafür ohne CO₂-Kosten |
| Strompreis | 1 % reale Steigerung im Jahr für die Netzentgelte. Alle übrigen realen Preise bleiben konstant |
Zur Einordnung: Im ersten Jahr liegt die Gaskurve mit rund 2.570 Euro 1,4 Prozent unter dem Heizspiegel 2025, wenn man den auf denselben Wärmebedarf hochrechnet. Nach 20 Jahren liegt mein Gaswert 6,7 Prozent über dem Biomethan-Fall von co2online, und meine Wärmepumpe bei Jahresarbeitszahl 4,3 liegt 6,7 Prozent über deren Wärmepumpen-Wert. Ein durchgehend kleiner Aufschlag, der sich mit dem etwas größeren Bezugshaus erklärt. Verglichen wird dabei bewusst Gleiches mit Gleichem: Meine Gaskurve trägt die gesetzliche Beimischung, entspricht also dem Biomethan-Fall und nicht dem reinen Erdgas-Fall.
Grafik B: Was der Wärmeerzeuger kostet
Die häufigste Fehlannahme beim Investitionsgespräch ist, dass doppelte Leistung doppelt kostet. Sie tut es nicht, weil Montage, Hydraulik, Speicher und Inbetriebnahme unabhängig von der Größe anfallen.
Grafik C: Was der Umbau der Wärmeverteilung kostet
Hier entstehen im Altbau die Überraschungen, und hier liegt zugleich der größte Spielraum. Alle Werte für ein Einfamilienhaus mit 140 Quadratmetern, damit sie auf einer gemeinsamen Skala vergleichbar bleiben.
| Maßnahme | Kosten | Rahmenbedingung |
|---|---|---|
| Hydraulischer Abgleich, Verfahren B | Immer zuerst, und die BEG verlangt ihn ohnehin. Ohne ihn arbeitet keine Anlage effizient | |
| Einzelne Heizkörper vergrößern, 2 bis 3 Räume | Reicht in vielen Altbauten. Senkt die Vorlauftemperatur um 5 bis 10 Kelvin und hebt die Jahresarbeitszahl um 0,3 bis 0,5 | |
| Alle Heizkörper tauschen, 10 bis 12 Stück | Nur nötig, wenn die Heizflächen durchgängig zu klein sind. 350 bis 650 € je Heizkörper inklusive Montage | |
| Fußbodenheizung im Fräsverfahren | Estrich muss tragfähig und dick genug sein. Keine zusätzliche Aufbauhöhe, dafür Staub und leergeräumte Räume | |
| Fußbodenheizung als Trocken- oder Nasssystem | Aufbauhöhe 15 bis 50 mm. Türen kürzen, Übergänge und oft die Treppe anpassen |
Was die drei Grafiken nicht enthalten
Grafik A rechnet ohne Anschaffung und ohne Förderung, Grafik B ohne Förderung und ohne Wärmeverteilung, Grafik C ohne den Wärmeerzeuger. Keine der drei enthält die Sanierung der Gebäudehülle, selbst genutzten Solarstrom, Kapital- und Finanzierungskosten oder die allgemeine Inflation. Wer die Zahlen addiert, bekommt eine Hausnummer, keine Kalkulation.
Wie belastbar ist das
Ein um 20 Prozent höherer Strompreis verschiebt die Wärmepumpe bei Jahresarbeitszahl 3 von rund 36.300 auf rund 43.000 Euro. Sie bleibt damit klar unter Gas, das im selben Zeitraum bei rund 69.500 Euro liegt.
Beim zweiten Punkt hat mich die eigene Rechnung korrigiert. Eine halbe Stufe Jahresarbeitszahl ist nicht überall gleich viel wert, sondern unten sehr viel mehr als oben: Von 2,0 auf 2,5 spart rund 10.000 Euro über zwanzig Jahre, von 2,5 auf 3,0 noch rund 6.700, von 3,5 auf 4,0 nur noch rund 3.600 und von 4,5 auf 5,0 lediglich rund 2.200 Euro. Praktisch heißt das: Die Planung lohnt sich vor allem dort, wo eine Anlage sonst schlecht liefe. Wer schon bei 4 liegt, holt mit noch mehr Aufwand nur noch wenig heraus, und das Geld ist in der Gebäudehülle meist besser aufgehoben.
Der dritte Punkt fällt kleiner aus, als ich erwartet hatte. Der obere Ariadne-Pfad mit 355 statt 250 Euro je Tonne hebt die Gaskurve nur um rund 2.400 Euro. Grund ist die Beimischungsquote: Sie ersetzt den fossilen Anteil Jahr für Jahr, und auf den Bio-Anteil fällt kein CO₂-Preis an. Der teurere Brennstoff frisst den höheren CO₂-Preis also teilweise auf. Für fossiles Heizen ist das keine Entwarnung, sondern nur eine Verschiebung: Was der CO₂-Preis nicht kostet, kostet die Quote.
Womit anfangen: Maßnahmen nach Wirtschaftlichkeit
Nicht jede Maßnahme spielt ihr Geld gleich schnell wieder ein. Bevor Sie in eine Tabelle mit Die Zeit, bis eine Investition durch die eingesparten Kosten wieder hereingeholt ist. Steigen die Energiepreise, verkürzt sie sich. schauen, brauchen Sie allerdings eine Unterscheidung, die in Vergleichsportalen fast immer fehlt.
Zwei Arten von Amortisation, und sie unterscheiden sich um Jahrzehnte
Energetische Amortisation rechnet die kompletten Kosten der Maßnahme gegen die Energieersparnis. Eine Fassadendämmung kostet dann inklusive Gerüst, Putz und Anstrich, und die reine Energieersparnis braucht 30 bis 50 Jahre, um das hereinzuholen.
Mehrkosten-Amortisation rechnet nur die Differenz. Wenn die Fassade ohnehin fällig ist, weil der Putz abplatzt, fallen Gerüst und Anstrich sowieso an. Das sind Der Teil der Kosten, der ohnehin anfällt, weil ein Bauteil erneuert werden muss. Energetisch zählen dann nur noch die Mehrkosten für die bessere Ausführung.. Übrig bleiben die Mehrkosten für Dämmstoff und Dübel, und die sind bei einem ungedämmten Haus vor 1977 oft in 4 bis 10 Jahren wieder drin.
Dieselbe Maßnahme, dieselben Zahlen, zwei völlig verschiedene Ergebnisse. Wenn Ihnen jemand eine einzelne Amortisationszeit nennt, ist die erste Rückfrage immer: Welche der beiden ist gemeint?
Mit dieser Unterscheidung im Kopf ergibt sich diese Reihenfolge, jeweils nach Abzug der Förderung:
| Maßnahme | Amortisation | Wann sie sich lohnt |
|---|---|---|
| Heizungsoptimierung mit hydraulischem Abgleich | unter 2 bis 5 Jahre | Immer, und zwar vor allem anderen. Kostet im Einfamilienhaus 650 bis 1.250 Euro und senkt den Verbrauch um 5 bis 15 Prozent. |
| Dämmung oberste Geschossdecke | rund 5 bis 8 Jahre | Bei ungenutztem Dachboden die wirtschaftlichste Dämmmaßnahme überhaupt. 20 bis 35 Euro je Quadratmeter für die unbegehbare Variante. |
| Heizungstausch auf Wärmepumpe | rund 9 Jahre mit Förderung | Wenn der alte Kessel über 20 Jahre alt ist. Ohne Zuschuss wären es über 18 Jahre, die Förderung halbiert das grob. |
| Dachdämmung | rund 5 bis 8 Jahre als Mehrkosten | Nur sinnvoll, wenn das Dach ohnehin neu eingedeckt wird. Sonst fressen Gerüst und Deckerarbeiten die Ersparnis auf. |
| Fassadendämmung | 4 bis 10 Jahre als Mehrkosten, 30 bis 50 Jahre energetisch | Wenn die Fassade ohnehin fällig ist. Details im Ratgeber Fassade dämmen. |
Den Fenstertausch führe ich bewusst nicht mit einer eigenen Zahl. Dafür gibt es keine belastbare isolierte Quelle, und in der Praxis ist er ohnehin Teil der Hüllsanierung. Sinnvoll wird er dann, wenn die alten Fenster undicht sind oder wenn die Fassade sowieso angefasst wird.
Was die Förderung daraus macht
Alle Amortisationszeiten oben gelten nach Abzug der Förderung, deshalb gehören die aktuellen Sätze dazu. Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue Richtlinien, und sie verändern die Rechnung spürbar. Die Kurz BEG. Das Dachprogramm des Bundes für Zuschüsse und Kredite bei Sanierung und Heizungstausch. Es teilt sich auf KfW und BAFA auf. teilt sich weiter auf zwei Häuser auf.
Heizungstausch über die KfW
Für den Heizungstausch ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau, die Förderbank des Bundes. Zuständig für die Heizungsförderung (Programm 458) und die Effizienzhaus-Kredite (Programm 261). zuständig, Programm 458. Der Zuschuss setzt sich aus Bausteinen zusammen:
| Baustein | Satz | Bedingung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | Für alle, ohne weitere Voraussetzung |
| Klimageschwindigkeitsbonus | 16 % | Beim Austausch einer alten fossilen Heizung. Sinkt ab Februar 2027 alle sechs Monate um 4 Prozentpunkte und entfällt ab Mitte 2028. |
| Einkommensbonus | 40 / 30 / 10 % | Für Selbstnutzer, gestaffelt nach zu versteuerndem Einkommen bis 30.000, 40.000 und 50.000 Euro. Je minderjährigem Kind zählen 10.000 Euro weniger. |
Gedeckelt ist das Ganze bei 70 Prozent, und bei 80 Prozent für Selbstnutzer in der niedrigsten Einkommensstufe. Gerechnet wird der Zuschuss auf höchstens 28.000 Euro förderfähige Kosten für die erste Wohneinheit. Ein typischer Fall ohne Einkommensbonus landet damit bei 46 Prozent auf maximal 28.000 Euro, also bei bis zu 12.880 Euro.
Die Uhr läuft mit. Ab Februar 2027 sinken die Konditionen alle sechs Monate: der Klimageschwindigkeitsbonus um 4 Prozentpunkte, die förderfähigen Kosten um 750 Euro. Ende 2030 liegen sie bei 22.000 Euro. Wer den Tausch ohnehin plant, verliert durch Warten bares Geld. Den früheren Effizienzbonus für natürliche Kältemittel gibt es seit der Reform nicht mehr.
Dämmung und Fenster über das BAFA
Für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Zuständig für Zuschüsse zu Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle, für Heizungsoptimierung und für die geförderte Energieberatung. zuständig. Die Grundförderung liegt bei 15 Prozent. Wer einen Kurz iSFP. Ein geförderter Plan, der die Sanierung eines Hauses in sinnvolle Schritte ordnet. Er hebt den Förderdeckel und schaltet einen Bonus auf spätere Maßnahmen frei. hat, bekommt 5 Prozentpunkte obendrauf.
Bei diesem Bonus lohnt Genauigkeit, denn seit der Reform gilt eine Schwelle: Die zusätzlichen 5 Prozentpunkte gibt es nur auf den Teil der Investition, der über 30.000 Euro liegt. Dafür verdoppelt der Sanierungsfahrplan den Förderdeckel von 30.000 auf 60.000 Euro je Wohneinheit und Kalenderjahr. Bei 53.000 Euro Investition macht das 9.100 Euro statt 4.500 Euro, also effektiv 17,2 Prozent. Für den reinen Heizungstausch gilt der Bonus nicht, dafür ist die KfW zuständig. Mehr dazu im Ratgeber iSFP-Bonus 2026.
Auch die Heizungsoptimierung, die ganz oben in der Wirtschaftlichkeitsliste steht, ist förderfähig: 15 Prozent, mit Sanierungsfahrplan 20 Prozent. Bei 1.000 Euro Kosten sind das zwar nur 150 bis 200 Euro, aber bei einer Maßnahme, die sich ohnehin in wenigen Jahren trägt, verkürzt das die Amortisation nochmals deutlich.
Rechenbeispiel: Einfamilienhaus von 1968
Zahlen werden greifbar, wenn sie an einem Haus hängen. Nehmen wir ein typisches Objekt aus dem Kreis Mettmann: freistehendes Einfamilienhaus, Baujahr 1968, 140 Quadratmeter Wohnfläche, Gaskessel von 2002, Dachboden ungedämmt, Fenster in den 90ern getauscht.
| Position | Vorher | Nachher |
|---|---|---|
| Energiebedarf | rund 200 kWh/m²·a | rund 110 kWh/m²·a |
| Verbrauch | 28.000 kWh Gas | 15.400 kWh Wärme, dafür 4.670 kWh Strom bei Jahresarbeitszahl 3,3 |
| Kosten pro Jahr | rund 3.080 € (bei 11 ct/kWh) | rund 1.120 € (bei 24 ct/kWh Wärmepumpentarif) |
| Ersparnis | rund 1.960 € im ersten Jahr, steigend mit dem CO₂-Preis | |
Das Maßnahmenpaket dafür: hydraulischer Abgleich, Dämmung der obersten Geschossdecke, Luft-Wasser-Wärmepumpe. Und so sieht die Investition aus, ohne Einkommensbonus gerechnet:
| Position | Kosten | Förderung |
|---|---|---|
| Wärmepumpe inklusive Einbau | 32.000 € | 12.880 € (KfW 458, 46 % auf 28.000 €) |
| Oberste Geschossdecke | 4.500 € | 840 € (BAFA, 15 %) |
| Hydraulischer Abgleich | 1.100 € | |
| Summe | 37.600 € | 13.720 € |
| Eigenanteil | rund 23.880 €, das sind rund 12 Jahre bis zur Amortisation | |
Zwölf Jahre klingen lang, sind aber die vorsichtige Rechnung. Sie unterstellt konstante Energiepreise. Steigt der CO₂-Preis wie erwartet, wächst die jährliche Ersparnis, und die Amortisation rückt näher. Nicht eingerechnet sind außerdem der Wertzuwachs der Immobilie und der Umstand, dass der 24 Jahre alte Gaskessel ohnehin in den nächsten Jahren zu ersetzen gewesen wäre. Rechnet man diese Sowieso-Kosten heraus, sind es keine zwölf Jahre mehr, sondern deutlich weniger.
Die Zahlen sind Beispielwerte für ein typisches Objekt, Stand 27. Juli 2026. Was bei Ihrem Haus herauskommt, hängt an Heizlast, Heizflächen und Ausgangsverbrauch. Genau das rechne ich im Erstgespräch durch.
Ratingen, Kreis Mettmann und die Wärmeplanung
Ein regionaler Punkt macht die Heizungsfrage bald konkret: die kommunale Wärmeplanung. Sie zeigt, wo perspektivisch ein Wärmenetz entsteht und wo die eigene Wärmepumpe die naheliegende Lösung bleibt. Für Städte über 100.000 Einwohner wie Düsseldorf lief die Frist bereits, Ratingen liegt mit rund 88.000 Einwohnern darunter und muss seinen Plan bis Mitte 2028 vorlegen. Die Stadt arbeitet ihn in vier Schritten ab, von der Bestandsanalyse bis zum Maßnahmenkatalog. Im Kreis Mettmann ist dafür die thermografische Befahrung des gesamten Kreisgebiets im März 2026 abgeschlossen worden, erste Einzelberichte für die Städte kommen ab Sommer 2026.
Praktisch heißt das: Wer in Ratingen außerhalb der bestehenden Fernwärmegebiete wohnt, wird auf absehbare Zeit selbst heizen. Die Stadt weist selbst darauf hin, dass die verstreute Siedlungsstruktur vermutlich verschiedene Lösungen nötig macht. Auf einen Wärmenetzanschluss zu warten, der vielleicht nie kommt, kostet in der Zwischenzeit jedes Jahr den vollen fossilen Wärmepreis.
Zur Förderung noch ein Hinweis, der oft veraltet weitergegeben wird: Das Landesprogramm progres.nrw fördert Standard-Wärmepumpen in Ein- und Zweifamilienhäusern seit Ende 2025 nicht mehr, das Programm wurde zur Überarbeitung ausgesetzt. Relevant bleibt es 2026 für komplexere Anlagen, etwa mit Erdsonden, und für Mietwohngebäude. Für das typische Einfamilienhaus mit Luft-Wärmepumpe bleiben also KfW und BAFA. Mehr zur Förderlogik in NRW steht im Ratgeber zu den Fördermitteln in NRW, und welche Heizung in einen Altbau passt, klärt der Beitrag zur Wärmepumpe im Altbau.
Häufige Fragen
Eine Vollsanierung auf Effizienzhaus-Niveau senkt den Energiebedarf um rund zwei Drittel. Für ein Einfamilienhaus um 130 Quadratmeter sind das je nach Ausgangszustand grob 1.400 bis 2.000 Euro weniger im Jahr. Der Heizungstausch allein bringt laut Heizspiegel schon rund 800 Euro, weil Wärmepumpen 2025 mit etwa 1.265 Euro heizen und Gasheizungen mit etwa 2.070 Euro.
Ja. Der Heizspiegel weist für ein Einfamilienhaus um 130 Quadratmeter für 2025 rund 1.265 Euro bei der Wärmepumpe und rund 2.070 Euro bei Gas aus. Über 20 Jahre gerechnet kommt co2online auf rund 24.500 Euro für die Wärmepumpe gegenüber rund 55.600 Euro für Gas und rund 67.200 Euro für Öl.
Das hängt an Ihrem Stromtarif, und diese Hälfte der Antwort fehlt meistens. Gas kostet als fertige Wärme rund 12,5 Cent je Kilowattstunde. Mit einem Wärmepumpentarif um 24 Cent liegt die Schwelle deshalb bei einer Jahresarbeitszahl von etwa 2,0, mit normalem Haushaltsstrom um 37 Cent erst bei etwa 3,0. Der Tarifwechsel ist damit oft die günstigste Maßnahme überhaupt.
2026 liegt der CO₂-Preis bei 55 bis 65 Euro je Tonne. Für ein Einfamilienhaus mit 20.000 Kilowattstunden Gas sind das rund 240 bis 310 Euro im Jahr, mit Öl rund 310 bis 410 Euro. Wichtig: Dieser Betrag steckt bereits in Ihrem Gas- oder Ölpreis, er kommt nicht extra obendrauf. Ab 2028 löst der europäische Emissionshandel ETS 2 die staatlich festgelegte Spanne ab.
Nicht die Dämmung, sondern die Heizungsoptimierung mit hydraulischem Abgleich. Sie kostet im Einfamilienhaus 650 bis 1.250 Euro, senkt den Verbrauch um 5 bis 15 Prozent und ist mit Förderung oft in unter zwei bis fünf Jahren bezahlt. Danach folgt die Dämmung der obersten Geschossdecke mit etwa fünf bis acht Jahren.
Häufiger als lange angenommen. Das Fraunhofer ISE hat 77 Anlagen über vier Jahre vermessen und konnte keinen Zusammenhang zwischen Baujahr und Effizienz feststellen. Entscheidend ist nicht das Alter des Hauses, sondern die nötige Vorlauftemperatur, und die hängt an der Größe der Heizflächen. Ein Wärmepumpen-Check mit Heizlastberechnung klärt das vor der Investition.
Quellen & Standards
- co2online / Deutscher Mieterbund – Heizspiegel (Heizkosten je Energieträger für ein Einfamilienhaus um 130 m², Ist-Werte 2024 und Prognose 2025, Stand September 2025)
- co2online – Heizkostenprognose 2026 (Vollkosten über 20 Jahre von 2026 bis 2045, veröffentlicht Juni 2026)
- Fraunhofer ISE – Feldmessungen Wärmepumpen im Bestand (Projekt „Wärmepumpen-Qualitätssicherung im Bestand“, Jahresarbeitszahlen aus 77 vermessenen Anlagen und die Aussage zur fehlenden Korrelation mit dem Baujahr, November 2025)
- KfW 458 – Heizungsförderung für Privatpersonen (Fördersätze, Boni und förderfähige Höchstbeträge seit dem 21. Juli 2026)
- BAFA – Bundesförderung für effiziente Gebäude, Einzelmaßnahmen (Grundförderung, iSFP-Bonus und Deckel für Hülle und Heizungsoptimierung)
- DEHSt – Ausblick auf den EU-ETS 2 (Start 2028, Marktstabilitätsreserve und der Auslösewert von 45 Euro je Tonne)
- Verbraucherzentrale – So viel teurer macht der CO₂-Preis Ihre Heizkosten (Jahresbeträge für Gas und Öl im Einfamilienhaus)
- Stadt Ratingen – Kommunale Wärmeplanung (Frist Mitte 2028, Verfahrensschritte und Einschätzung zur Siedlungsstruktur)
- Bundesnetzagentur, Festlegung zu § 14a EnWG (Module 1 bis 3 für steuerbare Verbraucher, verfügbar seit April 2025).
